Sonntag, 14. September 2008

Was am Ende bleibt... 2. Teil

Wenn ich an mein Praktikum denke, fällt mir folgendes Bild für viele Situationen ein, in denen ich mich selbst sehr oft befinde. aber ich fühle mich nicht allein, denn ich glaube, dass es jeden auf die eine oder andere Art so geht.

Wie auf dem Bild links, laufen wir mit einem Pfeil in unserem Alltag, unserem Beruf, durch unsere Freundschaften und sogar in der eigenen Familie herum und versuchen den richtigen Weg, also das richtige Denken zu finden. Wir haben begriffen unseren Alltag zu gestallten. Neulich sollte ich einen Grill nach einer Grillparty sauber machen, das war in der Mitte meines Praktikums in der Gemeinde. Ich hatte an dieser Grillparty teilgenommen. Nun bekam ich den Anruf, der mir den Auftrag gab diesen Grill zu säubern. Das Übel: Man hatte vergessen diesen Grill einzuweichen, zumal er am Abend in Flammen aufging. Sofort schaltet sich mein Pfeil dazwischen, der mir sagte, dass das nicht der Sinn meines Praktikums ist. Ich wusste was der richtige Weg war. Dachte ich jedenfalls! Der Sinn war, dass ich etwas über das Predigen, den Hirtendienst und den Pastorensonntag lerne. Dies habe ich auch gleich kund getan. Ich habe dagegen protestiert, habe mich geweigert diesen Auftrag zu erfüllen. Ich habe der Person meinen Pfeil vor die Nase gehalten und ihm gesagt, wo es lang geht.

So machen wir es oft, wenn uns etwas nicht passt. Wir zeigen den anderen wo es lang geht, denn wir haben den richtigen Weg gefunden. Und dann kommt jemand in unser Leben, vielleicht dann wenn wir es am wenigsten erwarten und stellt unseren Pfeil in Frage. Wir wollen es oft nicht zulassen und wir tun es auch nicht, anstatt Menschen dankbar zu sein, dass sie uns helfen wollen geistlich und charakterlich zu reifen, unterstellen wir diesen Menschen eher böse Absichten. Ich tat es so! Einfach weil ich blind war.
In einer Gemeinde eine führende Rolle zu besitzen, egal ob es das Pastorenamt oder der Büchertisch ist, bedeutet mehr als sich selbst und sein fachliches Wissen in den Vordergrund zu stellen. Es bedeutet echte Hingabe. Bevor man Menschen etwas von Gottes Liebe weitersagt, muss man diese Liebe an Menschen auch praktizieren, auch wenn es bedeutet, dass ich am Samstag nach einer Grillparty den versauten Grill sauber mache und KEINER es sieht.

Doch dies konnte ich nur begreifen, weil mir jemand ganz sanft meinen Richtungspfeil aus der Hand nahm und mir stattdessen einen Pfeil zeigte, der feststeht und sich nicht nach unserem Willen in alle möglichen Richtungen dreht. Er zeigte mir den Pfeil, nach dem er sich selbst schon lange orientierte und selbst als Vorbild hat. An diesem Pfeil zeigte sich echter Dienst. EIn Pfeil der alles tat, damit wir den richtigen Weg finden. Jesus! Jesus ist das beste Beispiel für echte Demut und Hingabe. Jesus dient uns. Er reinigt unseren dreckigen Lebensgrill nicht nur einmal, sondern Millionenfach und aus seinem Mund kommt keine Klage, denn er kennt das Ziel. Gemeinschaft.

Wenn ich an mein Praktikum zurückdenke, dann bin ich Gott unendlich dankbar, dass er mir Menschen zur Seite gestellt hat, die mir in Liebe und Geduld gezeigt haben, worauf es in meinem Leben wirklich ankommt. So bleibt am Ende dieses Praktikums: Die Gewissheit dem richtigen Wegweiser zu folgen. In Demut und Liebe Gott zu folgen!

Wie sieht es bei dir aus? Hast du ähnliche Erfahrungen gemacht? Schreib mir deine Geschichte. ich bin gespannt darauf: frommer-kuenstler@gmx.de

1 Kommentar:

  1. Ja mein Kopfpfeil hat Richtung Nijmegen gezeigt und durch doofe Menschen wurde er Richtung Maastricht korrigiert.hehe

    AntwortenLöschen

Über mich

Mein Bild
Hessen, Germany
Ich bin ein gewöhnlicher Missionar auf einer gewöhnlichen Reise, auf der aber ungewöhnliche Dinge passieren. Also ich hab mich jedenfalls noch nicht daran gewöhnt.