Sonntag, 14. September 2008

UNchristlich

Ich habe ein Buch empfohlen bekommen, dass ich mir auch gleich gekauft habe. Nun bin ich sehr begeistert, denn es greift genau die Problematiken auf, die wir als Nachfolger Jesu oftmals in unseren Gemeinden und in unserem persönlichen Leben mit Andersdenkenden widerspiegeln, auch wenn es uns unbewusst ist.

Wir Christen sind vor allem dafür bekannt, wogegen wir sind. Christen werden unter anderem als heuchlerisch, verurteilend und antihomosexuell wahrgenommen. Christen leben nicht mehr so, wie Jesus es vorgelebt hat. Einzelmeinungen? Nein, die erste große Studie basiert auf einer repräsentativen Umfrage unter jungen US-Amerikanern zwischen 16 und 29 Jahren. Typisch USA? Nein, viele der Ergebnisse sind auf Deutschland übertragbar.

Eine kurze Leseprobe soll euch einen Einblick gewähren. In diesem Abschnitt unterhalten wir uns über das Thema, dass Andersdenkende (Der hier verwendete Begriff für Menschen die einen anderen Glauben haben, als an Jesus):

"Es klingelt an der Tür. Sie erwarten keinen Besuch. Sie eilen durchs Haus, werfen noch einen Blick in den Flurspiegel, um sich zu versichern, dass Sie halbwegs vorzeigbar aussehen. Sie öffnen die Tür einen Spalt weit und erspähen zwei junge Männer in weißem Hemd und Krawatte. Oh oh. Sie müssen kaum nach den anderen äußeren Anzeichen suchen, aber Sie tun es, und die beiden bestätigen Ihren Verdacht. Rucksäcke. Namensschilder. Jeder von ihnen hat ein Buch in der Hand. Mormonen.
Sie lächeln Sie an. Sie wissen, was kommt, bevor die beiden auch nur ein Wort sagen. Sie sind hier, um das »andere« Testament über das Leben von Jesus vorzustellen, das Buch Mormon.
Sie möchten Sie als Anhänger ihrer Religion gewinnen.

Unsere Umfragen unter Andersdenkenden zeigen, dass Christen einen Ruf haben, der dem von Mormonenevangelisten ähnlich ist. Wenn es um Glaubensfragen geht, haben junge Andersdenkende das Gefühl, dass sie wissen, was Christen wollen, bevor sie auch nur ein Wort gesagt haben. Obwohl MTV- Generation und Babybuster generell offen für geistliche Themen sind, möchten sie nicht das Gefühl haben, in Gespräche über den Glauben hineingedrängt zu werden. Eine Generation, die in einer von Marketing durchsetzten Welt aufgewachsen ist, »riecht« schnell, was sie für das zugrunde liegende Motiv und was für Oberflächlichkeit hält."

Nun stellt sich die Frage: War's das? Nein, die Autoren zeigen auf, wie es anders geht. Bewegend. Direkt. Tief einfühlsam. Hilfreich. Einfach lesenswert!

2 Kommentare:

Über mich

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Hessen, Germany
Ich bin ein gewöhnlicher Missionar auf einer gewöhnlichen Reise, auf der aber ungewöhnliche Dinge passieren. Also ich hab mich jedenfalls noch nicht daran gewöhnt.